Lorde in der Arena Pula: Die Ultrasound-Tour kommt zwischen römische Steinbögen
Lorde kehrt am 18. August 2026 mit einem Konzert in der Arena Pula an die Adriaküste zurück, einer der eindrucksvollsten Spielstätten auf dem europäischen Abschnitt ihrer Ultrasound-Tour. Vier Jahre nach zwei ausverkauften Auftritten auf der Festung des hl. Michael in Šibenik wechselt die neuseeländische Singer-Songwriterin in einen deutlich anderen Raum: ein zum Sommerhimmel hin offenes römisches Amphitheater mit steinernen Tribünen und einer Bühne, die große Popproduktionen in einen historischen Rahmen setzt.
Das Konzert findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem Lorde bei ihren Live-Auftritten die verschiedenen Phasen ihrer Karriere erneut intensiv miteinander verbindet. "Royals", der Song, der sie als Teenagerin zu einem weltweiten Namen machte, teilt sich heute das Repertoire mit Material aus den Alben "Melodrama", "Solar Power" und der aktuellen Veröffentlichung "Virgin". Das Ergebnis ist kein klassisches Konzert, das ausschließlich um alte Hits herum aufgebaut ist, sondern ein Querschnitt durch das Schaffen einer Künstlerin, die sich vom minimalistischen Pop zu einem immer körperlicheren, elektronischeren und persönlicheren Klang weiterentwickelt hat.
Für das Publikum, das Lorde seit "Pure Heroine" begleitet, ist dies eine Gelegenheit zu hören, wie stark sich ihre Konzertsprache verändert hat, während für neuere Hörer der Schwerpunkt auf der "Virgin"-Phase einen guten Einstieg in den aktuellen Abschnitt ihrer Karriere bietet. Es lohnt sich, sich rechtzeitig Karten zu sichern.
Von "Royals" bis "Virgin": vier unterschiedliche Kapitel derselben Autorin
Lorde, mit vollständigem Namen Ella Marija Lani Yelich-O'Connor, erschien 2013 mit dem Song "Royals" auf der internationalen Bühne. Zu einer Zeit, als der Mainstream-Pop weitgehend auf opulenter Produktion beruhte, wirkte ihr erstes Album "Pure Heroine" beinahe wie das Gegenteil: viel Raum zwischen den Rhythmusschlägen, tiefer Bass, zurückhaltender Gesang und Texte über das Leben von Teenagern, betrachtet von außerhalb jener Luxuswelt, von der die damalige Popkultur häufig sang.
Aus dieser Phase stammen Songs wie "Royals", "Team", "Tennis Court", "Ribs" und "Buzzcut Season". Besonders interessant ist, dass einige von ihnen auch mehr als ein Jahrzehnt später noch einen wichtigen Platz in ihren Auftritten einnehmen. Das bedeutet, dass das Publikum, das Lorde seit Beginn ihrer Karriere begleitet, nicht nur aus Nostalgie kommt - das frühe Material ist weiterhin Teil ihrer gegenwärtigen Konzertidentität.
Das zweite Album "Melodrama" erweiterte dieses Klangbild. Songs wie "Green Light", "The Louvre", "Liability", "Hard Feelings", "Perfect Places" und "Supercut" brachten größere Refrains, mehr Club-Puls und die emotionale Dramaturgie eines Albums, das rund um eine einzige Nacht und deren Folgen konzipiert wurde. Für viele Hörer ist gerade "Melodrama" Lordes zentrales Werk, und die Songs dieses Albums funktionieren vor großem Publikum besonders gut, weil sie aus nahezu völliger Ruhe in gemeinsames Singen mehrerer Tausend Menschen übergehen können.
"Solar Power" aus dem Jahr 2021 brachte eine weitere Wendung hin zu einem weicheren und organischeren Klang. Die aktuelle Phase ändert die Richtung erneut.
"Virgin" steht im Zentrum der aktuellen Konzertphase
Das 2025 veröffentlichte Album "Virgin" betont erneut Elektronik, einen kraftvollen Rhythmus und einen ausgesprochen unmittelbaren Gesang. Zu den Songs, die seine Präsentation geprägt haben, gehören "What Was That", "Man of the Year" und "Hammer". Lorde schuf das Album gemeinsam mit Jim-E Stack, während an den Aufnahmen außerdem ein größerer Kreis von Musikern und Produzenten beteiligt war.
Im Vergleich zum luftigeren "Solar Power" klingt "Virgin" kompakter und körperlicher. Die elektronischen Schichten sind häufig nicht nur Hintergrund für die Stimme, sondern Teil der emotionalen Intensität der Songs. Die Texte beschäftigen sich mit dem Körper, Identität, Veränderungen, Beziehungen und der Art und Weise, wie ein erwachsener Mensch versucht, sich selbst zu verstehen, nachdem die ganze Welt ihn in einer früheren Lebensphase kennengelernt hat.
Genau deshalb ist die Ultrasound-Tour nicht bloß eine Promotion für das neue Album, bei der am Ende einige alte Singles hinzugefügt werden. Das aktuelle Material verändert auch die Art und Weise, wie die älteren Songs daneben wirken. Der Minimalismus von "Pure Heroine", der große emotionale Bogen von "Melodrama" und die Elektronik von "Virgin" schaffen auf derselben Bühne eine wesentlich breitere Dynamik, als man aus einem einzigen Lorde-Hit schließen könnte.
Was aktuelle Auftritte über das Live-Repertoire verraten
Der beste aktuelle Hinweis auf die Richtung der Tour ist Lordes großer Auftritt beim Lollapalooza in Chicago Ende Juli 2026. Dort spielte sie ein Programm mit 20 Songs, das "Virgin" stark in den Mittelpunkt stellte, die früheren Phasen jedoch nicht vernachlässigte. "Royals" blieb Teil des Auftritts, während neben dem neuen Material auch Songs wie "Buzzcut Season", "Ribs" und "The Louvre" auftauchten.
Das ist keine Garantie für eine identische Setlist in Pula. Festivalauftritte und eigenständige Konzerte besitzen eine unterschiedliche Dramaturgie, und das Repertoire kann sich im Verlauf der Tour verändern. Dennoch vermitteln die jüngsten Auftritte ein sehr gutes Bild davon, was Lorde heute auf der Bühne auszeichnet:
- das neue Material aus "Virgin" spielt eine zentrale Rolle, insbesondere die Songs "What Was That", "Man of the Year" und "Hammer"
- frühe Hits wie "Royals" bleiben die Verbindung zur "Pure Heroine"-Phase
- Songs aus der "Melodrama"-Ära sorgen für einige der größten Übergänge zwischen intimen und euphorischen Teilen des Auftritts
- die aktuelle Produktion nutzt Elektronik, Video und eine visuell reduzierte Präsentation der Künstlerin intensiv
- das Repertoire funktioniert nicht nur als chronologischer Überblick über die Karriere, sondern als Dialog zwischen der früheren und der heutigen Lorde
Berichte aus Chicago beschreiben eine mit elektronischer Ausrüstung und Bildschirmen gefüllte Bühne sowie ein visuelles Konzept, das gut zu den Themen von "Virgin" passt. Zu Beginn dieses Auftritts wurden auch Elemente eingesetzt, die mit der Überwachung körperlicher Signale der Künstlerin verbunden waren, wodurch die Technologie Teil einer Erzählung über Körper, Kontrolle und menschliche Verletzlichkeit wurde.
Man sollte nicht davon ausgehen, dass jedes Produktionsdetail aus Chicago nach Pula übertragen wird, doch die Richtung ist klar: Die gegenwärtige Lorde versucht nicht, ein Konzert in eine ununterbrochene Folge pyrotechnischer Effekte zu verwandeln. Der Fokus bleibt auf Rhythmus, Stimme, Körper, Licht, Bildschirmen und dem Kontrast zwischen einem sehr großen Raum und persönlichen Songs.
Warum die Arena Pula zu Lordes Konzertsprache passt
Die Arena Pula ist keine konventionelle moderne Konzerthalle. Das Amphitheater wurde im 1. Jahrhundert erbaut, und seine erhaltene Außenkonstruktion macht es zu einem der bekanntesten römischen Denkmäler im Mittelmeerraum. Die Hauptachsen der Außenmauer sind ungefähr 132,5 und 105,1 Meter lang, während die maximale Höhe 32,45 Meter beträgt.
In der Antike konnte der Raum nach Schätzungen des Archäologischen Museums Istriens etwa 23.000 Zuschauer aufnehmen. Diese historische Angabe darf nicht mit der Kapazität heutiger Konzerte gleichgesetzt werden: Der heutige Bühnenaufbau, Sicherheitskorridore, Produktionstechnik, Publikumsbereiche und Vorschriften zum Schutz des Denkmals bestimmen eine erheblich andere Raumkonfiguration.
Für Lorde ist jedoch etwas anderes wichtiger. Ein großer Teil ihrer Musik lebt vom Kontrast. "Liability" kann fast wie ein Gespräch einer einzelnen Person mit dem Publikum funktionieren, während "Green Light", "Supercut", "Team" oder "What Was That" die Energie des Raumes vollständig verändern können. Die Arena verstärkt diesen Kontrast zusätzlich: Hinter moderner Beleuchtung und elektronischer Produktion bleibt die monumentale, fast zweitausend Jahre alte Steinkonstruktion sichtbar.
Konzerte im Amphitheater vermitteln zudem ein besonderes Gefühl von Nähe. Obwohl der Raum groß ist, verteilt die ovale Form der Arena das Publikum um den zentralen Bereich, statt eine endlose geradlinige Masse zu bilden, wie sie häufig in Stadien entsteht. Aus der Perspektive der Künstlerin schaffen die steinernen Tribünen und hohen Außenbögen einen sehr charakteristischen visuellen Rahmen. Aus der Perspektive des Publikums bleibt die Bühne während der gesamten Zeit in eine Architektur eingebettet, die sich nicht durch eine beliebige Festivalkulisse ersetzen lässt.
Die Plätze werden schnell knapp.
Die Rückkehr nach Šibenik besitzt zusätzliches Gewicht
Lordes vorheriger Besuch an der östlichen Adriaküste fand 2022 statt, als sie zwei Konzerte auf der Festung des hl. Michael in Šibenik gab. Beide waren außergewöhnlich schnell ausverkauft - laut Angaben, die zusammen mit der Ankündigung des Auftritts in Pula veröffentlicht wurden, innerhalb von nur zwei Minuten.
Vier Jahre später ist der Kontext ein anderer. Statt einer Tour rund um "Solar Power" kommt Lorde mit "Virgin" und einem neuen audiovisuellen Konzept. Statt einer Festung mit begrenzter Platzzahl ist die Bühne nun die Arena Pula. Und statt einer Rückkehr nach einer langen diskografischen Pause folgt das Konzert auf eine Phase intensiver internationaler Auftritte im Rahmen der Ultrasound-Tour.
Der Termin in Pula hebt sich zusätzlich innerhalb des europäischen Sommerprogramms ab. Lorde tritt in dieser Phase auch auf großen Festivals auf, während Pula zu den eigenständigen Konzerten dieses Tourabschnitts gehört. Dadurch erhält die Künstlerin mehr Raum für ihre eigene Dramaturgie als bei einem Festivaltermin, bei dem Dauer, Künstlerwechsel und produktionstechnische Einschränkungen durch das Gesamtprogramm bestimmt werden.
Dabei ist es wichtig, zwischen dem zu unterscheiden, was bei früheren Auftritten geschah, und dem, was für Pula bestätigt wurde. Gastauftritte anderer Künstler bei einzelnen Konzerten bedeuten nicht, dass sie sich in der Arena wiederholen werden, weshalb das Publikum weder mit unangekündigten Gästen noch mit einer identischen Setlist rechnen sollte.
Für wen dieses Konzert besonders geeignet ist
Die eindeutigste Zielgruppe sind langjährige Fans, die den gesamten Weg von "Pure Heroine" bis "Virgin" miterlebt haben. Die aktuelle Tour ermöglicht es ihnen, Songs aus verschiedenen Lebensphasen im selben Programm zu hören, allerdings aus der Perspektive einer Künstlerin, die heute deutlich mehr Konzerterfahrung besitzt als zur Entstehungszeit ihrer ersten Alben.
Ebenso interessant ist das Konzert für ein Publikum, das Lorde durch "Melodrama" entdeckt hat. Dieses Album verbindet die intime Singer-Songwriter-Seite ihres Schaffens mit tanzbarerem Pop und schlägt daher auf natürliche Weise eine Brücke zwischen älterem und neuerem Repertoire.
Die dritte Gruppe sind Hörer von zeitgenössischem alternativem und elektronischem Pop, für die es möglicherweise nicht entscheidend ist, die gesamte Diskografie zu kennen. Lordes aktueller Klang bewegt sich zwischen einem großen Popkonzert und einem deutlich ungewöhnlicheren Autorenauftritt. Die Songs besitzen häufig einen klaren Refrain, doch die Produktion vermeidet es, ständig dieselben Tricks zu wiederholen.
Für ein Publikum, das von einem Konzert einen gitarrenorientierten Rockauftritt oder klassische Dance-Pop-Choreografie erwartet, wird dies wahrscheinlich kein typischer Abend sein. Lorde stützt sich auf der Bühne auf ihren eigenen körperlichen Ausdruck, abrupte Intensitätswechsel und eine Kommunikation, die von nahezu vollständiger Bewegungslosigkeit bis zu äußerst energiegeladenen Bewegungen reichen kann.
Anreise zur Arena und Fortbewegung durch das Zentrum von Pula
Die Arena befindet sich in der Flavijevska-Straße, unmittelbar am zentralen Teil von Pula und relativ nahe an der Uferpromenade sowie am Bus- und Bahnhof. Für Besucher, die im Stadtzentrum wohnen, ist der Weg zu Fuß häufig die einfachste Möglichkeit, Verkehrsstaus unmittelbar vor großen Veranstaltungen zu vermeiden.
Die Anreise mit dem Auto erfordert mehr Planung, insbesondere im August. Das Parksystem in Pula wurde am 1. April 2026 geändert und das Stadtzentrum in neue Zonen unterteilt. Der Parkplatz Karolina, der unmittelbar vor der Arena liegt, besitzt außerhalb der üblichen städtischen Zonen eine Sonderregelung. Während des Sommers ist er normalerweise rund um die Uhr geöffnet, doch aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zu einem großen Veranstaltungsort sollte man die Verfügbarkeit am Veranstaltungstag nicht als selbstverständlich ansehen.
Praktischer ist es, auch Parkmöglichkeiten etwas weiter vom Amphitheater entfernt einzuplanen und den letzten Abschnitt zu Fuß zurückzulegen. So lässt sich die größte Fahrzeugkonzentration nach Ende des Programms vermeiden, wenn zahlreiche Besucher gleichzeitig denselben Teil der Stadt verlassen.
Auch der öffentliche Nahverkehr sollte unmittelbar vor dem Konzert überprüft werden. Während mehrerer Konzerte in der Arena im Sommer 2026 änderte Pulapromet vorübergehend die Linienführungen und ließ die Haltestellen "Arena" und "Flavijevska ulica" aus, wobei die Busse in Richtung Uferpromenade und Busbahnhof umgeleitet wurden. Eine solche Regelung ist nicht für jedes einzelne Konzert im Voraus bestätigt, weshalb es am sinnvollsten ist, am Anreisetag die aktuellen Verkehrsmeldungen zu prüfen.
Was vor der Abfahrt sinnvollerweise überprüft werden sollte
Der Zeitaufwand für die Logistik sollte vor Beginn des Konzerts möglichst gering gehalten werden. Das Datum ist bestätigt, doch vor der Fahrt sollten Sie die auf Ihrer eigenen Eintrittskarte angegebene Uhrzeit sowie die neuesten Informationen zum Einlass prüfen. Die Öffnung der Eingänge kann zu einer anderen Zeit erfolgen als der Beginn des Hauptauftritts.
Die Arena ist ein archäologisches Denkmal und keine moderne Halle, die mit vollständig ebenen Zugängen und Korridoren gebaut wurde. Der Raum ist für Rollstuhlfahrer teilweise zugänglich, doch aufgrund der historischen Architektur bestehen physische Hindernisse, die nicht beseitigt werden können. Besucher, die einen barrierefreien Zugang benötigen, sollten die Zugangsregelung für die Veranstaltung im Voraus überprüfen.
Auch die Wetterbedingungen sollten berücksichtigt werden. Die Arena ist ein offener Raum, und Mitte August kann es in Pula selbst dann sehr heiß sein, wenn das Konzert für die Abendstunden angesetzt ist. Eine ausreichend frühe Ankunft verringert die Notwendigkeit, durch das Stadtzentrum zu hetzen, insbesondere für Besucher, die zunächst einen Parkplatz finden müssen oder aus einer anderen Stadt anreisen.
Pula vor und nach dem Konzert
Für Besucher, die ausschließlich wegen Lorde anreisen, besteht ein Vorteil der Lage darin, dass die Arena kein isolierter Konzertkomplex am Stadtrand ist. Sie liegt direkt an der historischen Altstadt von Pula, sodass man einige Stunden vor dem Konzert zu Fuß zwischen Amphitheater, Uferpromenade, Giardini, dem Sergierbogen und dem Forum verbringen kann.
Das ist auch logistisch sinnvoll. Statt unmittelbar vor dem Konzert mit dem Auto anzureisen, kann man früher kommen, das Fahrzeug weiter entfernt vom größten Gedränge abstellen und die restliche Zeit im Zentrum verbringen. Nach dem Konzert kann dieselbe Strategie die Ausfahrt aus der Stadt erleichtern, da der größte Verkehrsdruck genau um den Zeitpunkt des Programmendes entsteht.
Besucher, die länger in Pula bleiben, sollten berücksichtigen, dass der August den Höhepunkt der Sommersaison darstellt. Verkehr, Parkplätze und Unterkünfte sind stärker belastet als außerhalb der Sommermonate, und ein großes Konzert in der Arena erhöht die Zahl der Menschen im Zentrum zusätzlich.
Ein Abend, an dem intimer Pop auf einen monumentalen Raum trifft
Das Interessanteste am Konzert in Pula ist nicht nur die Möglichkeit, "Royals", "Green Light" oder aktuelle Songs aus "Virgin" zu hören. Lorde ist eine Künstlerin, deren Musik häufig aus einer sehr privaten Perspektive beginnt - einem einzelnen Zimmer, einem Körper, einer Beziehung, einer Trennung, einem Gefühl des Nicht-Dazugehörens - und sich dann vor dem Publikum in ein gemeinschaftliches Erlebnis verwandelt.
Die Arena Pula macht diesen Übergang noch sichtbarer. Ein ruhiger Song kann einen großen Teil des Raums beinahe vollständig offenlassen, während nur wenige Minuten später derselbe steinerne Ring den Rhythmus eines Songs wie "Green Light" oder "Team" aufnehmen kann. Gerade dieser Wechsel der Größenordnung gehört zu Lordes größten Stärken auf der Bühne: Die Songs müssen nicht ununterbrochen laut sein, um vor Tausenden von Menschen zu funktionieren.
Die jüngsten Auftritte zeigen außerdem, dass die Künstlerin jene Songs, die ihre Karriere als Teenagerin geprägt haben, nicht aufgibt, sondern sie neben Musik stellt, die aus einer völlig anderen Lebensperspektive geschrieben wurde. Dadurch ist "Royals" nicht mehr nur der große Hit vom Beginn ihrer Karriere, und "Ribs" nicht mehr nur ein Song über die Angst vor dem Erwachsenwerden. In einem Programm mit "Virgin" erhalten sie den zusätzlichen Kontext einer Person, die in der Zwischenzeit genau vor den Augen ihres Publikums erwachsen geworden ist.
Der Kartenverkauf für diese Veranstaltung läuft. Für Besucher, die die Reise bereits planen, ist es jetzt sinnvoller, Verkehrsmittel, Ankunft im Zentrum und Einlasszeit aufeinander abzustimmen, als unmittelbar vor dem Konzert auf Improvisation zu setzen.
Quellen:
- Arena Pula - Konzertdatum, Ultrasound-Tour, Rückkehr nach den Konzerten in Šibenik, das Album "Virgin" sowie Angaben zum Amphitheater und zur Barrierefreiheit
- WBEZ Chicago / Chicago Sun-Times - Bericht über Lordes Auftritt beim Lollapalooza 2026, Repertoire und aktueller Produktionsansatz
- Pitchfork - Angaben zum Album "Virgin", zu den Singles und zu den Mitwirkenden der Veröffentlichung
- tportal - aktueller Kontext des europäischen Tourabschnitts und Lordes Lollapalooza-Auftritt vor ihrer Ankunft in Pula
- Pula Parking - aktuelles System der Parkzonen und Regelung des Parkplatzes Karolina
- Pulapromet - Informationen über Verkehrsänderungen während der Konzerte im Amphitheater im Sommer 2026